Ducati - Italienischer Sportsgeist Ducati hatte sich bereits einen Ruf als Hersteller von Elektrogeräten erworben, als 1947 der Kleinmotor Cucciolo mit 48 ccm erschien, der zum Nachrüsten ans Fahrrad geschraubt werden konnte. Über 60000 Stück konnten schon im ersten Jahr abgesetzt werden, vom Nachfolger im Jahr darauf über 90000. Mit ihm erziehlt die Marke auch die ersten Rennerfolge, als man 1948 die 50 ccm Klasse in Monza gewann und 1952 Ugo Tamarozzi einen Geschwindigkeitsrekord aufstellte. Weitere Zweiräder folgten, darunter der wenig erfolgreiche Roller Cruiser 175. Doch als 1952 der Ingenieur Fabio Taglioni kam, sollte dieser dem Image von Ducati für ein halbes Jahrhundert den Stempel aufdrücken. Denn mit deinem ersten Entwurf, der 98 Grand Sport mit Königswellengetriebener , oben liegender Nockenwelle, verfolgte er die Strategie, aus einem Rennmotorrad ein straßentaugliches Fahrzeug zu machen. In den 60er-Jahren erschienen neben kleinen Zweitaktern Serienviertakter mit Königswelle und zusätzlicher Desmodromik bei den Sportmodellen, so die Mark 3, mit der Ducati den US-Markt eroberte. Auf Wunsch des dortigen Importeurs entstand auch der Prototyp Apollo mit V-Vierzylinder. Aus dem Versuch mit einer 500er-Rennmaschine im Grand-Prix-Sport Fuß zu fassen, entstand 1970 der legendäre 750-L-Twin. Als die Sportversion 1972 mit Paul Smart und Bruno Spaggiari sensationell einen Doppelsieg bei den 200 Meilen von Imola feierte, stieg die Nachfrage nach den Maschinen aus Bologna steil an. Die spätere 900er-Variante war im ersten Produktionsjahr das schnellste Serienmotorrad der Welt. Dennoch kam das staatlich kontrollierte Werk in Schwierigkeiten. Ducati wurde 1984 vom Cagiva-Konzern übernommen, der die teuren Königswellen-Twins einstellte, weil eine ganz neue Modellpalette unumgänglich war. An diesem Konzept hält Ducati bis heute mit Erfolg fest (Ducati, Motorcycle).
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Ducati 200 TS
Ducati-Motorräder wurden nicht nur in Bologna gefertigt. 1957 begann Mototrans-Ducati in Barcelona mit der Lizenzfertigung von Ducati-Einzylindern. Schon bald entwickelten die Spanier eigene mit angewandelte Königswellen-Singles. Ein typisches Beispiel ist die 200 TS mit Stummellenker und Vollnaben-Trommelbremsen.
Modell: 200 TS
Baujahr: 1967
Leistung: 14 PS
Hubraum: 204 ccm
Bauart: Einzylinder, Viertakt
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Ducati 900 SS
Der Prototyp des Königswellen-Zweizylinders erschien als 750 GT im August 1970. Nach dem Doppelsieg in Imola kam zunächst eine Kleinauflage der 750er-Super-Sport mit Desmodromik, denn die Serienversion. Ihr folgte 1975 zusätzlich diese 900 Super Sport, die auf dem ein Jahr vorher präsentierten Tourer 860 GT basierte. Dank geringerer Stirnfläche und entsprechender Übersetzung schlug sie sogar die 900er-Kawasaki in der Höchstgeschwindigkeit und war mit 225 km/h kurzzeitig das schnellste Serienmotorrad der Welt.
Modell: 900 Super Sport
Baujahr: 1976
Leistung: 75 PS
Hubraum: 864 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
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Ducati 500 D
Die Geschichte der Parallel-Twins von Ducati geht bis auf die 175er-Zweizylinder-Rennmaschine von 1957 zurück, die zu späteren Varianten mit 250, 350, 500 und gar 700 ccm führte. Wegen des Erfolgs der Einzylinder hatte Taglioni aber kein Interesse und lehnte deren Weiterentwicklung ab. Erst als man 1975 preiswert zu produzierenden Ersatz für die Königswellen-Modelle suchte, kamen diese Zweizylinder mit kettengetriebener, oben liegender Nockenwelle, für die Ingenieur Tumidei verantwortlich zeigte.
Modell: 500 Sport Desmo
Baujahr: 1977
Leistung: 40 PS
Hubraum: 497 ccm
Bauart: Zweizylinder, Vierakt
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Ducati 851
1988 präsentierte Ducati mit der 851 erstmals ein Superbike mit wassergekühltem Vierventil-Triebwerk. Die als SP-und Strada-Version erhältliche 851 verkaufte sich recht gut, was neben ihrem Leistungsvermögen-die spätere SP-Version brachte es auf 100 PS-auch auf das endlich wieder supersportliche Design zurückzuführen war.
Modell: 851 SP
Baujahr: 1989
Leistung: 100 PS
Hubraum: 851 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati 851 851 ccm Supersportler
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Ducati ST 2
1997 begab sich Ducati auf neues Terrain: Für sportliche Tourenfahrer bot man mit der ST 2 eine Alternative zu Hondas VFR und den Touringmodellen von BMW. Mit 207 kg Trockengewicht vergleichsweise leicht geraten, sorgte der 85 PS starke Zweiventil-V2 in der ST 2 für ordentliche, aber keineswegs berauschende Fahrleistungen. Erst die 1999 erschienene ST 4 mit dem nur leicht modifizierten Motor des Superbikes 916 konnte mit 105 PS und einer Höchsgeschwindigkeit von 240 km/h die Ansprüche leistungshungriger Touren-Ducatisti erfüllen.
Modell: ST 2
Baujahr: 2000
Leistung: 85 PS
Hubraum: 940 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati ST 2 Ducati ST 2
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Ducati 916/996
1994 kommt die längst zur Legende gewordene Ducati 916 in den Ausführungen Strada und SP auf den Markt. Das fantastische Design, der druckvolle und charakterstarke Desmo-V2 und zahlreiche Details wie der patentierte Lenkungsdämpfer, die prächtige Einarmschwinge oder das brachial unters Heck gehämmerte Doppelrohr machen dieses Motorrad zu einem Meilenstein im Motorradbau. Zumal die Qualität des ultrestabilen Fahrwerks bis heute Standards setzt. So gewinnt Carl Fogarty gleich im ersten Jahr mit der 916 Racing die Superbike-WM-zahlreiche weitere Erfolge sollten folgen. 1999 erhielt die 916 eine umfassende technische Überarbeitung, mit der eine Hubraumaufstockung auf 996 ccm einherging. Das brachte ihr auch eine neue, ihrem Hubraum entsprechende Namensgebung ein. Ducati 996.
Bereits auf der Intermot 1998 als Studie präsentiert, legte Ducati die MH 900e im Jahre 2000 als "Limited Edition" mit 2000 Exemplaren auf. Der wunderschöne Retro-Sportler war-die Modellbezeichnung verrät es-eine Homage an Rennlegende Mike Hailwood. Als Antrieb dient dem nur via Internet vertirbenen Neoklassiker der luftgekühlte 79 PS starke Desmo-V2 der 900er-Supersport.
Modell: MH 900e
Baujahr: 2000
Leistung: 79 PS
Hubraum: 904 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati MH 900e Retro
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Ducati 748
Als preiswerte und etwas leistungsschwächere Version der 916/996-Modellreihe bot Ducati bereits ab 1995 die 748 an. In der R-Version diente sie als Basis für den Einsatz in den Supersport-Meisterschaften, wo Zweizylinder-Modelle lediglich bis zu 600 ccm haben dürfen.
Modell: 748
Baujahr: 2001
Leistung: 97 PS
Hubraum: 748 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati 748 Ducati 748
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Ducati Monster
1992 läutete die Ducati Monster 900 das Comeback der Naked Bikes ein. Das Fahrwerk stammt von der Ducati 888, das zeitlose Design von Signore Galluzzi, einem Mitarbeiter des Design-Studios von Massimo Tamburini in San Marino. Im laufe der Zeit bot Ducati zahlreiche Monster-Versionen an. Der Einstieg beginnt mit der 620er-Variante und 63 PS, während am oberen Ende der Modellreihe die Monster S4R mit dem 117 PS starken V2 der Ducati 996 für gehobenen Fahrspaß sorgt. Seit 2005 gibt es auch eine S2R, deren luftgekühlter 800er-V2 zwar nur 77 PS leistet, dafür aber mit der herrlichen Alu-Einarmschwinge und den hochverlegten Doppelrohren der S4R gesegnet ist.
Modell: Monster S4R
Baujahr: 2004
Leistung: 117 PS
Hubraum: 996 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati Monster Ducati Monster
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Ducati 999
Als Nachfolger einer Legende hat mans nicht leicht. Das musste auch die Ducati 999 bei ihrem Debüt im Jahre 2002 erfahren. Setdem muss sie damit Leben, dass sie nicht als so außergewöhnlich großer Wurf wie ihre Vorgängerin 916 angesehen wird. Das Fahrwerk ist ein Muster an Präzision und in der Topversion 999 R leistet der Testastretta-Motor nun unglaubliche 150 PS.
Modell: 999
Baujahr: 2005
Leistung: 140 PS
Hubraum: 998 ccm
Bauart: V-Zweizylinder, Viertakt
Ducati 999 999 Supersport
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Ducati 1198
Wie die welteite Begeisterung zeigte, hatten die Italiener diesmal alles richtig gemacht- Mit einem Styling, das Vergangenheit und Zukunft gekonnt miteinander verbindet. Zukunft: der Testastretta-V2 ist leistungsfähiger den je und verfügt mittlerweile über satte 1198ccm Hubraum. Die weiche Front ist laut Ducati-Testfahrer Vito Guareschi aber extrem sinnvoll, nur so hat man auch im Grenzbereich immer Gefühl für den Vorderreifen.
Modell: 1198
Baujahr: 2010
Leistung: 170 PS
Hubraum: 1198 ccm
Bauart: Zweizylinder-V, Viertakt
Spitze: ca 280 km/h
Getriebe: 6-Gang, Kette
Ducati 1198 Ducati 1198
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Ducati Streetfighter/Streetfighter S
Als legitimer Nachfolger des unlängst zu Grabe getragener Vierventil-Monster ist der Streetfighter für alle Bückunwilligen. Damit sollte klar sein, was auf den Interessenten zukommt: hart, stark und schnell. Enorme 162 PS bescheinigte der MO-Prüfstand, das liegt nur minimal unter 1198-Niveau. Um der "destabilisierenden" , aufrechten Sitzposition Rechnung zu tragen, hatman den Lenkkopfwinkel abgeflacht und die Schwinge verlängert, die Endübersetzung ist leicht verkürzt.
Modell: Streetfighter
Baujahr: 2010
Leistung: 155 PS
Hubraum: 1099 ccm
Bauart: Zweizylinder-V, Viertakt
Spitze: ca. 250 km/h
Getriebe: 6-Gang, Kette
Ducati Streetfighter/Streetfighter S Ducati Streetfighter/Streetfighter S
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