BMW - Eine deutsche Erfolgsgeschichte Es gibt in der Historie einige Beispiele von Flugzeugkonstrukteuren oder Luftfahrtunternehmen, die sich dem Bau von Motorrädern zuwandten. Aber nur selten wurde eine derartige Erfolgsgeschichte daraus wie bei BMW. Mit der Kapitulation Deutschlands war der erste Weltkrieg zu Ende, kurz darauf wurden den Deutschen jegliche Luftfahrtaktivitäten untersagt. Damit war den Bayerischen Motoren-Werken die Existenzgrundlage genommen, die bis dato mit dem Bau herausragender Flugmotoren Geld und ansehen erworben hatten. Ein neues Betätigunsfeld musste her. Ende 1919 erteilte Genaraldirektor Franz-Josef Popp seinen Chefkonstrukteur Max Friz den Auftrag, einen Motorradmotor zu entwerfen. Der entwickelte daraufhin einen Zweizylinder-Boxer, der für seine Zeit revolutionäre Konstruktionsmerkmale aufwies. Das Triebwerk wurde anfangs anderer Herstellern als Einbaumotor angeboten und erntete reichlich Lorbeeren. Doch dann beschloss die neu gegründete "Bayerische Motorenwerke AG", selbst in die Zweiradproduktion einzusteigen, und präsentierte 1923 ihr erstes Modell. Die R 32 wies bereits all jene konstruktiven Merkmale auf, die bis heute BMW-Boxer charakterisieren. Die R 32 wurde ein voller Erfolg und schon bald um weitere Modelle ergänzt. Auch werbewirksame Sporterfolge ließen nicht lange auf sich warten und kurbelten die Verkäufe weiter an. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs war die Marke mit dem Propeller-Emblem ein international erfolgreiches und renommiertes Unternehmen, und schon bald nach Kriegsende konnte BMW an die alten Erfolge anknüpfen. Eng wurde es nur noch einmal in den 60er Jahren, als der Motorradmarkt am Boden lag und man in München ersthaft eine Einstellung des Motorradbau. Seit Jahren steht BMW auf dem wichtigsten europäischen, nämlich dem deutschen Markt ganz vorne in der Zulassungsstatistik. Und ein Ende der Friz´schen Erfolgsgeschichte ist nicht in Sicht (BMW, Motorcycle Germany).
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BMW R 51 RS
Mit ihrem charakteristischen Heulen zogen die Kompressor-BMW bereits 1939 Hunderttausende in ihren Bann und fuhren reihenweise aufs Treppchen. Die Motoren waren mechanische Wunderwerke mit oben liegenden Nocken- und Königswellen, die dank Gebläse rund 60 PS mobilisieren. Die reichten Schorsch Meier, um etwa 1939 die berühmt berüchtigte Senior-TT auf der Isle of Man zu gewinnen-und sich damit als erster Ausländer an die Siegerlisten bei den 500ern einzutragen!
Modell: R 51 RS
Baujahr: ab 1939
Leistung: ca 60 PS
Hubraum: 494 ccm
Bauart: Zweizylinder-Boxer, Viertakt
BMW R 51 RS R 51
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BMW R 100 RS
1976 machte BMW das Maß voll und ersetzte die 900er durch Einliter-Triebwerke. Herausragendstes Modell war die R 100 RS, die als erstes Serienmotorrad eine im Windkanal entwickelte Vollverkleidung aufwies. Die geriet indes so ausladend, dass die RS trotz windschnittiger Verkleidung mit 200 km/h nicht schneller war als die 5 PS schwächere R 100 S mit Lenkerverkleidung.
Modell: R 100 RS
Baujahr: 1976-1984
Leistung: 70 PS bei 7250 U/min
Hubraum: 980 ccm
Bauart: Zweizylinder-Boxer, Viertakt
BMW R 100 RS Boxer
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BMW K 100 RT
Mit ihrem ersten Vierzylinder-Motorrad verblüffte die Marke Fans und Fachleute gleichermaßen ob der geballten Innovationen. Der längs und liegend eingebaute Motor sorgte für einen niedrigen Schwerpunkt, digitale Bosch-Einspritzung und Kennfeld-Zündung waren bis dato Merkmale von High-End-Autos gewesen. 1988 feierte das erste Motorrad-Antiblockiersystem in der K 100 Premiere, später konnte die Maschine mit geregelten Kat geordert werden. Anfängliche Bedenken wegen der geballten Technik zerstreuten die zuverlässigen und langlebigen Motorräder schnell.
Modell: K 100
Baujahr: 1983-1990
Leistung: 90 PS bei 8000 U/min
Hubraum: 987 ccm
Bauart: Reihen-Vierzylinder, Viertakt
BMW K 100 RT BMW K 100 RT
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BMW R 1100 RS
70 Jahre nach Erscheinen der Ur-BMW R 32 präsentierte BMW 1993 eine neue Boxer-Baureihe. Das vertikal geteilte Motorgehäuse des Vierventil-Aluminium-Triebwerks mit Einspritzung und G-Kat war so steif, dass es mit kurzen Hilfsrahmen vorn und hinten direkt die Radaufhängungen aufnahm. Auch die fielen vorne revolutionär aus, verzichtete BMW doch auf die Telegabel zugunsten des Telelever genannten Systems, bei dem ein Längslenker die Feder und Dämpfungsaufgaben übernimmt und eine Art Telegabel lediglich der Radführung dient.
Die lang erwartete BMW mit völlig neuem Vierzylinder-Hochleistungstriebwerk und revolutionärer Fahrwerktechnik erlebte auf der Intermot 2004 ihre Weltpremiere. Die neue K 1200 S: das Sportmotorrad von BMW in der K-Baureihe löst die bekannten Vierzylinder-Modelle nicht ab, sondern ergänzt diese Baureihe. Mit einer Motorleistung von 167 PS und einem Gewicht von 148 kg inklusive Kraftstoff dringt die K 1200 S in die Oberklasse sportlicher Hochleistungsmotorräder ein, die bis dahin von den japanischen Herstellern dominiert wurde.
Modell: K 1200 S
Baujahr: 2004
Leistung: 167 PS
Hubraum: 1157 ccm
Bauart: Reihen-Vierzylinder, Viertakt
BMW K 1200 S BMW K 1200 S
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BMW R 1100 S
Mit der R 1100 RS ließ BMW im Herbst 1998 eine Tradition wieder aufleben: So stand der Buchstabe "S" in der Typenbezeichnung bei BMW schon in den 60er- und 70er-Jahren für das Wort Sport. Der äußere Schein trügt nicht, denn sie besitzt ein Sportlerherz, das noch kräftiger und schneller schlägt als die Herzen ihrer Boxer-Schwestern. Sie ist jedoch nicht nur das stärkste, sonderm zudem auch noch die leichteste und agilste Vertreterin der Vierventil-Boxer-Generation.
Modell: R 1100 S
Baujahr: 1998
Leistung: 98 PS
Hubraum: 1085 ccm
Bauart: Zweizylinder Boxer, Viertakt
BMW R 1100 S BMW R 1100 S
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BMW K 1200 R
"Hochleistungsroadster" nennt BMW diese gewagte Streetfighter Version der K 1200 S. Man könnte sich zwar wundern, das ausgerechnet BMW das stärkste unverkleidete Serienmotorrad der Welt auf die Räder gestellt hat. Sich aber besser darüber freuen , dass die Bayern es tatsächlich ernst mit der neuen Ausrichtung hin tu mehr Sportlichkeit meinen. Im Automobilbereich feiert man mit dieser Strategie schließlich großartige Erfolge, und biederen Image der Marke wird diese "Blitauffrischung" sicherlich gut tun. Zumal auch weniger eingefleischte Technikfreaks von der präsenten Technooptik begeistert sein dürften.
Modell: K 1200 S
Baujahr: 2004
Leistung: mehr als 160 PS
Hubraum: 1157 ccm
Bauart: Reihen-Vierzylinder, Viertakt
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BMW S 1000 RR
Leichtmetall-Brückenrahmen mit einem Reihen-Vierzylinder - Im Prinzip wie bei den Japanern. Die Bayrische hat überlegene Eckdaten zu bieten. Nominell sind es 193, in der Praxis rund 200 echte PS. Das Ganze bei nur 204 kg fahrfertig-und zum konkurrenzfähigen Preis. Als Extras gibt es Race-ABS, Traktionskontrolle DTC, Multifunktionscockpit und Schaltassistent.
Modell: S 1000 RR
Baujahr: 2010
Leistung: 193 PS
Hubraum: 999 ccm
Bauart: Reihenvierzylinder, Viertakt
Spitze: zirka 300 km/h
Getriebe: 6-Gang, Kette
BMW S 1000 RR BMW S 1000 RR
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BMW HP2 Sport
HP 2 Sport heißt der Traum für Boxerfans, wobei HP für "High Performance" steht und die 2 auf die Anzahl der Zylinder verweist. Die HP 2 Sport war die erste Boxer-BMW mit doppelten obenliegenden Nockenwellen (dohc) und radial angeordneten Ventilen. Spitzenleistung 130 PS. Da die Verkleidungsteile und das Heck aus Carbon bestehen, liegt das Gewicht bei nur rund 200 kg. Einstellbare Fußrasten, elektronischer Schaltassistent und multefunktionelles D2-Cockpit sind typische Racing-Features. Der Edel-Rennboxer kostet über 21000 Euro. Da ist Exklusivität garantiert.
Modell: HP2 Sport
Baujahr: 2008
Leistung: 133 PS
Hubraum: 1170 ccm
Bauart: Zweizylinder-Boxer, Viertakt
Spitze: über 250 km/h
Getriebe: 6-Gang, Kardan
BMW HP2 Sport BMW HP2 Sport
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BMW R1200 GS
In Deutschland steht sie jedes Jahr an der Spitze der Zulassungsstatistik. Seit 2004 gibt es die R 1200 GS, die für 2008 im Detail überarbeitet wurde. Zum Modelljahr 2010 hat der Topseller dohc-Zylinderköpfe für optimierten Gaswechsel und höhere Drehzahlfestigkeit bekommen. Dank elektronisch gesteuerter Auspuffklappe kann man die Boxer-Evolution auch hören. Äußerlich ist die BMW R 1200 GS seit 2008 unverändert geblieben.